Inventurdrohne scannt Palettenregal

Die Checkliste für das nächste Level im Lager

Zahlreiche Logistik-Firmen haben damit begonnen, ihre Prozesse in der Intralogistik genau unter die Lupe zu nehmen. Die Erkenntnis: Viele Prozesse haben Verbesserungsbedarf und es gibt zahlreiche Anbieter, die mit ihren Produkten die Effizienz im Lager steigern wollen. Wer sich mit der Digitalisierung der Intralogistik befasst, kommt kaum um Begriffe wie „Blockchain“, „Künstliche Intelligenz“ und „Robotik“ herum. Zahlreiche Firmen planen diese Technologien einzusetzen. Bei der schier endlosen Flut von Angeboten kommen jedoch einige Fragen auf: Welchen Aufwand bringt die Integration neuer Technologien mit sich? Muss ich tiefgreifende Änderungen an meiner Infrastruktur vornehmen? Wie wirkt sich die Technologie auf bereits etablierte Prozesse und Workflows aus? Und vor allem: Erfüllt mein Lager die Voraussetzungen für den Einsatz neuer Technologien, beispielsweise Inventur-Drohnen?

Die manuelle Bestandserfassung ist ein Beispiel für einen Prozess, der überaus zeitaufwändig ist. Gleichzeitig birgt er eine hohe Fehlerquote und ein nicht unwesentliches Unfallrisiko. Die Tätigkeit bindet mindestens zwei Mitarbeiter, die zusätzlich einen Hubwagen oder Gabelstapler benötigen. Der grundsätzliche Mangel an Fachkräften und zunehmender Zeitdruck verursachen kostenintensive Fehler. Außerdem sind die manuell gesammelten Daten oft bereits nach kurzer Zeit nicht mehr aktuell. Die Inventur-Drohne inventAIRy® XL löst diese Probleme. Bestandsdaten werden automatisiert erfasst und ausgewertet, zusätzlich werden sie in das WMS hochgeladen und mit diesem abgeglichen.

Das Einsatzszenario mag wie Science Fiction anmuten und die Integration einer solchen Lösung nach einem hohen Aufwand klingen – tatsächlich ist dies aber nicht der Fall. Im Folgenden präsentieren wir am Beispiel inventAIRy® XL eine kleine Checkliste, was es bei der Integration neuer Technologien im Lager zu beachten gilt.

 

1. Welche Veränderungen muss ich an bereits bestehender Infrastruktur vornehmen?

Um die Inventur-Drohne inventAIRy® XL  in ein Lager zu integrieren, müssen keine tiefgreifenden Veränderungen an der bereits bestehenden Infrastruktur vorgenommen werden. Die Lösung navigiert selbstständig im Lager. Mit einer Probefahrt wird das gesamte Lager kartiert, danach kann die Bestandserfassung über die doks. Benutzeroberfläche bequem vom Schreibtisch aus geplant werden. Die Gänge, deren Bestände erfasst werden sollen, werden am Computer ausgewählt, die Lösung, eine Kombination aus Drohne und AGV mit Landeplattform, fährt die Regale selbstständig an und erfasst die dort gelagerten Bestände. Im Anschluss kehrt sie zur Ladestation zurück. Neben der Ladestation sind keine weiteren Installationen notwendig.

Das System ist so ausgelegt, dass die Grundfunktionen auch ohne eine Anbindung an das Internet funktionieren. So können lange Vorlaufzeiten durch Abstimmung mit der internen IT-Abteilung vermieden werden. Um erweiterte Funktionen zu nutzen, wird eine Internetverbindung benötigt. Dies kann durch eine Integration in Ihr System oder über einen mobilen Router realisiert werden. Bei beiden Varianten ist die Sicherheit Ihres Netzes garantiert.

 

2. Wie integriere ich die Lösung in bereits existierende Prozesse und Workflows?

 Der Kunde setzt inventAIRy® XL selbstständig und in selbst gewählten Intervallen ein und ist damit nicht an äußere Vorgaben gebunden. Der hohe Automatisierungsgrad, bedingt durch bis zu fünf Stunden selbstständige Operation ohne Akkuwechsel, macht die Lösung einzigartig und eröffnet Möglichkeiten, die andere drohnenbasierte Inventurlösungen nicht bieten können: Den Einsatz in Leerlaufzeiten. Die Lösung kann somit eingesetzt werden, wenn sich niemand mehr im Lager befindet. Bei Schichtbeginn sind alle Bestände des ausgewählten Inventurbereiches erfasst und in das WMS hochgeladen. Bereits etablierte Prozesse und Workflows bleiben unangetastet.

 

3. Benötigen meine Mitarbeiter spezielle Schulungen?

 Da inventAIRy® XL automatisiert navigiert und Bestände erfasst, wird kein Mitarbeiter benötigt, der das System bedient. Die Bestandserfassung wird vom Schreibtisch aus geplant und das System beginnt die Inventur selbstständig. Der aufwändige manuelle Inventurprozess wird durch die automatisierte Lösung ergänzt, beziehungsweise gänzlich ersetzt und Mitarbeiter können sich wertschöpfenderen Tätigkeiten widmen. Für eine reibungslose Integration bieten wir Schulungen für die Mitarbeiter an und sensibilisieren sie für Funktionsweise und Workflows.

 

4. Gibt es besondere Regelungen beim Einsatz autonomer Drohnen im Innenbereich?

 Während es für den Einsatz von Drohnen im Außenbereich umfassende Normen gibt, gelten diese Regelungen nicht für den Einsatz von Drohnen im Innenbereich. Dort ist der Arbeitgeber dafür zuständig, betreffende Vorschriften im Bereich Arbeitssicherheit festzuhalten und für deren Umsetzung zu sorgen. Gerne teilen wir unsere Erfahrungen und sind beratend tätig. Die Drohne operiert in Verbindung mit einem AGV (Automated Guided Vehicle) und ist mit diesem über ein Kabel verbunden.  Somit befindet sich zu Drohne zu jedem Zeitpunkt über diesem AGV und kann jederzeit auf der darauf installierten Landeplattform landen. Die Gefahr, dass sich ein Mitarbeiter während des Fluges unter der Drohne befindet ist somit gänzlich ausgeschlossen. Zusätzlich verfügen sowohl Drohne, als auch AGV über umfassende Sicherheitsvorkehrungen, darunter eine Vielzahl an Sensoren zur Vermeidung von Kollisionen und Notlandemechanismen für den Fall, dass eine Störung erkannt wird.