doks beim Hackathon 2020
26. März 2020|6 Minutes

#WirVSVirus – Tobias von doks. war dabei

 

Am vergangenen Wochenende rief die Bundesregierung zum Online-Hackathon #WirVSVirus auf. Jeder hatte die Gelegenheit, sich mit seinen Ideen, seiner Organisation oder seiner Expertise einzubringen. Mit dabei war unser Junior Full Stack Developer Tobias Schanze, er berichtet von der beispiellosen Aktion, bei der 40.000 Menschen gemeinsam Lösungen für die Herausforderung COVID19 entwickelten:

Alles begann mit einer Nachricht eines guten Freundes. Er schrieb mir, dass er mit 2 Kollegen an dem Hackathon #WirVSVirus teilnehmen möchte und ob ich auch dabei bin. Ich habe kurz darüber nachgedacht, was ich am Wochenende vorhabe. Sehr viel war nicht geplant, da wir uns derzeit die meiste Zeit in den eigenen vier Wänden aufhalten um die COVID-19 Krise einzudämmen. Daraufhin sagte ich ihm: Natürlich unterstütze ich euch.

Am Freitag eine Stunde vor offiziellem Beginn des Hackathons haben wir uns über Discord verbunden und gemeinsam über eine Idee nachgedacht. Diese war schnell gefunden. Nach den anfänglichen Schwierigkeiten mit Slack-Einladungen, fanden wir schnell weitere Mitstreiter für unsere Idee.

Wir wollten eine Plattform schaffen, mit welcher gesunde und junge Personen die Einkäufe für Personen erledigen, welche einer Risikogruppe angehören oder infiziert sind. Im weiteren Verlauf wurden verschiedene Prozesse für die Bezahlung, Übergabe der Einkäufe, usw. entwickelt. Die Plattform besteht aus einer Mobile App und einer Internetseite. Für Personen, die kein Smartphone besitzen, sollte eine Art Hotline eingerichtet werden worüber sie ihre Einkaufslisten aufgeben können.

Der Hackathon verlief durchweg positiv, klar es gab kleinere Startschwierigkeiten. Aber ganz im Ernst? Es ist auch nicht einfach über 40.000 Leute unter einen Hut zu bekommen. Aber im Großen und Ganzen fand ich den Verlauf durchweg positiv.

Von jetzt auf gleich entstand ein Team. Ein Team von Menschen, die sich vorher nicht kannten, wildfremde Personen, welche von jetzt auf gleich zusammengearbeitet haben und sich einem Problem annahmen. Ich nahm das ganze hin und arbeitete einfach mit an dem Projekt.

Im Laufe des Sonntags, als es dann etwas ruhiger wurde, wurde ich nachdenklich. Wie kam es eigentlich dazu, dass sich wildfremde Leute so unterstützen? Warum funktioniert so was sonst im Leben nicht? Warum bekriegen wir uns? Nach kurzer Überlegung stellte ich fest, dass wir alle das gleiche Ziel haben. Wir wollten Lösungen schaffen, die uns in dieser Krise helfen können, doch wieso funktioniert so etwas sonst nicht? Warum ist jeder sich selbst am nächsten?

Inzwischen beschäftigt mich die Frage, wie es wohl nach COVID-19 Krise sein wird? Werden wir wieder zu den Egoisten, die nur an sich denken und sich selbst am nächsten sind oder lernen wir etwas aus dieser Krise? Ich sehe in dem Ganzen eine große Chance die Weltordnung zu verändern. Mehr miteinander als gegeneinander. Mehr zusammen an Lösungen arbeiten, auch wenn ich den Gegenüber nicht kenne oder nicht mag. Wir haben derzeit die wohl größte Chance unserer Generation. Wir können jetzt die Welt formen, wir Sie uns vorstellen, wenn wir alle zusammenarbeiten. Der Hackathon hat mir gezeigt, dass es möglich ist. Wir können es schaffen, wenn wir nur wollen.

Tobias Schanze, Junior Full Stack Developer